Schifffahrtskauffrau Schifffahrtskaufmann

Schifffahrtskaufleute arbeiten in Reedereien oder bei sog. „Schiffsmaklern” oder „Schiffsagenten”.

Reedereien lassen die von ihnen „bereederten” Schiffe entweder nach einem festen Fahrplan fahren („Linienfahrt”) oder sie verchartern ihre Schiffe („Trampfahrt”) entweder von Reise zu Reise oder für eine bestimmte Zeit.

Schiffsmakler und. „Linienagenten” übernehmen die örtliche Agentur für weltweit tätige Linienreedereien, versorgen Schiffe im örtlichen Hafen („Klarierung”), bringen in der Trampfahrt Ware und Schiffe zusammen („Befrachtung”) und assistieren bei dem An- und Verkauf ganzer Schiffe.

Die Schifffahrtskaufleute verhandeln mit Kunden und Auftraggebern, dem Bordpersonal und den Schiffslieferanten sowie mit den übrigen Dienstleistungsbetrieben der Hafenwirtschaft. Zu ihren Aufgaben gehören alle Arbeiten, die mit der Beschäftigung, der Disposition, der Ausrüstung und der Versorgung eines Schiffes verbunden sind.

Eine bestimmte Schulbildung als Zugangsvoraussetzung ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Vorzugsweise werden Auszubildende eingestellt, die über die allgemeine Hochschulreife verfügen oder die Höhere Handelsschule abgeschlossen haben.

Schifffahrtskaufleute pflegen Kontakte mit vielen Menschen auch unterschiedlicher Nationalitäten, unterschiedlicher Mentalitäten, politischer Orientierungen und Umgangsformen. Die Schifffahrt ist ein internationales Geschäft, in dem ganz überwiegend in der englischen Sprache kommuniziert wird. Eine solide Basis der englischen Sprachkenntnisse sind daher für die Ausbildung zur Schifffahrtskauffrau / zum Schifffahrtskaufmann unerlässlich.

Mit der Wahl des Ausbildungsbetriebes legt sich der Auszubildende in der Regel zugleich auf die Ausbildung in einer der beiden Fachrichtungen / Betriebsformen „Linienschifffahrt” (Linienreederei, Linienagent) und Trampschifffahrt (Trampreederei, Befrachtungsmakler) fest.

In Bremen können Abiturienten, die eine Ausbildung machen, in sechs Semestern ausbildungsbegleitend ein Studium am Bremer Institut für Handel (BIHV) und Verkehr absolvieren. Das BIHV ist an der Berufsschule angegliedert. In den drei Jahren hat der Auszubildende und Student neben der Ausbildung im Betrieb und dem berufsschulischen Unterricht an zwei Abenden und zum Teil am Wochenende Vorlesungen, die von hervorragenden Fachleuten aus der Wirtschaft und Hochschulen gehalten werden. Mit dem Abschluss „Betriebswirt in Verkehr / Logistik“ qualifizieren und empfehlen sich die Absolventen nachhaltig für eine Karriere in Speditions- und Logistikfirmen. In zwei weiteren Monaten kann der Absolvent berufsbegleitend den Bachelor-Abschluss erwerben.

Weiterführende Links

Verband Deutscher Reeder e.V.

www.reederverband.de

Zentralverband Deutscher Schiffsmakler e.V. (ZVDS)

www.schiffsmakler.de

Berufsschule für den Großhandel, Außenhandel und Verkehr, Bremen

www.gav-bremen.de

Bremer Institut für Handel und Verkehr e. V.

www.bihv-ev.de

Schiffsmechaniker